Salzburger Kinderkrebshilfe | Internationaler Kinderkrebstag
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Internationaler Kinderkrebstag

Beim Leben helfen! – Salzburger Kinderkrebshilfe erinnert an den „Internationalen Kinderkrebstag“ am 15. Februar!

Am 15. Februar ist Internationaler Kinderkrebstag. Rund 25 Kinder und Jugendliche in Salzburg erkranken jährlich an Krebs – dank des medizinischen Fortschrittes können bis zu 85 Prozent der Kinder geheilt werden. Eine Krebsdiagnose bedeutet einen schweren Schicksalsschlag für die jungen Patienten und ihre Familien. Die Salzburger Kinderkrebshilfe unterstützt seit mehr als 30 Jahren betroffene Familien im Land Salzburg, dem angrenzenden Oberösterreich und im süd-ostbayerischen Raum beim Leben nach einer Krebsdiagnose.

„Der Internationale Kinderkrebstag steht heuer unter dem Motto ‚Verlust‘. Eine Krebserkrankung bedeutet immer auch den Verlust von Normalität und Familienalltag. Von einem Tag auf den anderen gerät die Welt aus den Fugen. Die Eltern verbringen viel Zeit am Krankenbett ihres Kindes und haben mit Verdiensteinbußen zu kämpfen – Jobverlust und Armutsgefährdung drohen“, erklärt Heide Janik, die Obfrau der Salzburger Kinderkrebshilfe. „Wir helfen rasch und unbürokratisch und nehmen den Eltern die finanzielle Last mit einer Soforthilfe und der Kostenübernahme aus der medizinischen Therapie von den Schultern. Wenn notwendig, finanzieren wir auch eine Unterkunft in der Stadt oder in den anderen medizinischen Zentren in Wien und Graz und gleichen mögliche Einkommensverluste aus“, sagt Janik.

Die Säulen der Salzburger Kinderkrebshilfe sind neben der finanziellen Unterstützung die Station Sonnenschein im Salzburger Landeskrankenhaus, die individuellen Angebote nach der Therapie, die Finanzierung des Labors in den Salzburger Landeskliniken, das sich speziell dem Thema Krebs bei Kindern widmet, und das mobile Regenbogenteam, das die Kinder und ihre Familien zu Hause betreut. Außerdem gehört die Sonneninsel in Seekirchen, Österreichs erstes Nachsorgezentrum, als 100%-Tochter zum Verein der Salzburger Kinderkrebshilfe. Neben der umfassenden Hilfe für betroffene Eltern finanziert und organisiert die Salzburger Kinderkrebshilfe Therapien während des Spitalsaufenthalts in der kinderonkologischen Station Sonnenschein im Landeskrankenhaus.

Im Team ist auch Eva Hackenberg als Kunsttherapeutin auf der Station Sonnenschein: „Ich mache Musik, male, töpfere und spiele mit den Kindern – ich habe eigentlich nie ein festes Programm, das entsteht immer gemeinsam mit den Kindern. Im Fasching organisieren wir lustige Partys mit Schminken, im Sommer feiern wir eine Eisparty, im Advent backen wir Kekse, dann duftet es auf der ganzen Station nach Weihnachten und wir singen gemeinsam mehrstimmig Weihnachtslieder. Ich versuche, Abwechslung und eine feierliche Atmosphäre in den Krankenhausalltag zu bringen“, erzählt Hackenberg von ihrer Arbeit auf der Station. Einmal im Jahr gibt es ein Malprojekt, bei dem eine große Leinwand für vier Wochen im Gang steht und von den Kindern, Eltern, aber auch dem Pflegepersonal und Ärzten nach Lust und Laune bemalt und beschrieben werden kann. Das Bild bleibt auf der Station und wird jedes Jahr übermalt. Hackenberg: „Dieses Projekt bringt etwas Lebendiges, Eigenes, Buntes und Fröhliches auf die Station.“

Die Salzburger Kinderkrebshilfe organisiert bei Bedarf auch die Betreuung in den eigenen vier Wänden vom mobilen Regenbogenteam oder einen Aufenthalt auf der Sonneninsel in Seekirchen. Dort können sich Kinder und ihre Familien nach einer medizinischen Therapie gemeinsam erholen und über das Erlebte austauschen. Die Spendengelder an die Salzburger Kinderkrebshilfe fließen aber auch in die Forschung, die unter anderem im hauseigenen Labor des Landeskrankenhauses vorangetrieben wird.

Der Internationale Kinderkrebstag wurde im Jahr 2002 von der Organisation „Childhood Cancer International“ (ein weltweites Netzwerk von Kinderkrebs-Hilfsorganisationen) ins Leben gerufen und stellt den Kampf gegen Krebserkrankungen bei Kindern in den Mittelpunkt. Die diesjährige Kampagne ist eine Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und steht unter dem Motto „No More Loss“. Ziel der Initiative ist es, die weltweite Überlebensrate von Kindern mit Krebserkrankungen bis 2030 zu verdoppeln.

Über die Salzburger Kinderkrebshilfe: Die Salzburger Kinderkrebshilfe ist ein 1987 gegründeter gemeinnütziger Verein, der mit Hilfe großzügiger Unterstützer, Spender und freiwilliger Helfer bereits viele wichtige Projekte umgesetzt hat: Auf der mit Spendengeldern errichteten Station Sonnenschein im Landeskrankenhaus Salzburg werden seit 1994 krebskranke Kinder und Jugendliche medizinisch und mit Musik- und Kunsttherapien ganzheitlich betreut. Zudem werden bahnbrechende Forschungsprojekte durchgeführt und finanziert. Seit 2001 gibt es das mobile Regenbogenteam mit einer Kinderärztin, zwei Diplomkinderkrankenschwestern und einer Traumaspezialistin, das bei der Betreuung des krebskranken Kindes zu Hause hilft. Eine zentrale Rolle spielt auch die Begleitung der Familien, deren Kinder die Erkrankung leider nicht überleben werden. Das bisher größte Projekt der Salzburger Kinderkrebshilfe in Kooperation mit weiteren Kinderkrebshilfe-Organisationen und den Lions-Clubs in Österreich und dem angrenzenden Bayern ist die Sonneninsel in Seekirchen am Wallersee, Österreichs erstes psychosoziales Nachsorgezentrum für an Krebs erkrankte und schwer erkrankte Kinder und Jugendliche.

Bild: Beim jährlichen großen Malprojekt auf der Station Sonnenschein können sich die Kinder, ihre Eltern, das Pflege- und Reinigungspersonal und auch die Ärztinnen und Ärzte künstlerisch entfalten
Bildnachweis: Eva Hackenberg