Geschichte des Tages
„Ich bin Sophie, ich bin drei. Ich kann noch nicht erzählen, was ich durchgemacht hab – aber meine Mama schon.“
KI-generiertes BildSophie, 3
Salzburg-Stadt · Neuroblastom
„Ich bin Sophie, ich bin drei. Ich kann noch nicht erzählen, was ich durchgemacht hab – aber meine Mama schon.“
Mit drei sollte man Sandburgen bauen, nicht Chemotherapien überstehen. Sophies Neuroblastom wurde entdeckt, als sie kaum sprechen konnte.
Sophie aus der Stadt Salzburg war noch ein Kleinkind, als ein Neuroblastom in ihrem Bauch wuchs – einer der häufigsten Tumore bei den ganz Kleinen und einer der tückischsten. Zwischen einem ganz normalen Familienleben und der Intensivstation lagen nur wenige Tage.
Behandelt wurde Sophie in Salzburg – für einen besonders spezialisierten Therapieschritt ging es zusätzlich an ein Zentrum in Essen, viele Autostunden entfernt. Für ihre Eltern, beide erst am Beginn ihres Berufslebens, begannen lange Monate zwischen Klinikzimmer und einem winzigen Elternzimmer, zwischen Hoffen und Bangen bei jedem neuen Befund.
Sophie erlebte ihre Behandlung mit den Augen eines Kleinkinds: Sie kannte die Ärztinnen beim Vornamen, hatte ihr Lieblingskuscheltier bei jeder Untersuchung dabei und feierte jeden Tag ohne Übelkeit wie einen Feiertag. Sprechen konnte sie noch kaum – aber sie wusste genau, wessen Hand sie hielt.
Jede Fahrt, jede Übernachtung, jeder Tag fern der Arbeit kostete Geld, das eigentlich nicht da war. Die Salzburger Kinderkrebshilfe übernahm Unterkunft und Fahrten und stand der jungen Familie zur Seite – finanziell und menschlich –, bis Sophie endlich nach Hause durfte.
Heute baut Sophie Sandburgen. Endlich. Und sie hat begonnen, in ganzen Sätzen zu erzählen.
Als Verein erzählen wir stellvertretend, was Familien in Salzburg und den Nachbarregionen täglich erleben. Namen und Details sind geändert – die Erfahrungen sind echt.
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